Freispiel

Die Kinder entscheiden im Freispiel zunächst Was? Wo? Wann? Wie und mit Wem? sie spielen.
Unsere Aufgabe ist es sie dabei sie zu begleiten, zu unterstützen, zu beobachten und ihnen Impulse und Anregungen anzubieten.

Wie bildet Spiel die Kinder? - Was lernen sie beim Spiel?

Um diese Frage zu beantworten, stellen wir ein ausführliches und exemplarisches Beispiel vor:

Kinder beim „Mensch ärgere dich nicht“- Spiel
Folgende Bildungsbereiche und entsprechende Kompetenzen werden angesprochen und gefördert.

Bewegung: knien, krabbeln, abstützen, sitzen, drehen, würfeln, setzen der Spielsteine, Auge-Hand-Koordination
Körper, Gesundheit: Konzentration, denken, lachen, Begeisterung, Frustation, Solidarität,
Sprache, Kommunikation: auszählen, absprechen, unterhalten, lachen, laut zählen, zuhören
Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung: abwarten, Regeln einhalten, selber aktiv werden, gegenseitig helfen, Mathematische Bildung: Sicherung und Zuordnung der Grundfarben, Unterscheiden zwischen großen und kleinen Mengen, Zählen im Zahlenraum bis 6, simultanes Erkennen von Würfelpunkten, Verknüpfung von Punkten zu Zahlen, Vorausschauendes Zählen, Planung der Spielzüge, Erlernen der Zahlenbilder bis 6.
Medien: Aufbau von zusammengehörigen Materialien, Umgang und Pflege von Materialien

So unterstützen wir die Kinder dabei:

Einführen des Spieles
Hilfestellung geben, z.B. beim Erlernen der Zahlenpunkte, Einhaltung der Reihenfolge (Rechts- oder Linksherum), Motivieren bei Frustration und/oder Ausdauer, Einhalten von Fairness im Miteinander
Beobachten der Kinder während des Spiels,
z.B. Wie gehen die Kinder miteinander um?
Welche Stärken, Ressourcen sind zu erkennen? Welcher Hilfebedarf?
Wie sind die Beziehungen untereinander?
Welche Rolle übernimmt das einzelne Kind?

Aus den Beobachtungen ggf. kindgerechte Gespräche aufgreifen, Förderungen entwickeln, Austausch mit den Kolleginnen, Anbieten von Projekten (Zahlenland, Soziale Trainings…),